Mähtechnik

 

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Einen entscheidenden Einfluss auf die Pflege von artenreichen Wiesentypen hat die eingesetzte Mähtechnik. Moderne Kreiselmäher mit Rotationstechnik haben die Schneidetechnik der Messerbalken weitgehend verdrängt, da sie wartungsärmer und oft auch schlagkräftiger sind.
Aus Sicht des Natur- und Artenschutzes sollte für die Pflege nach Möglichkeit der Messerbalken verwendet werden. Dieser schonendere Geräteeinsatz wird über die LPR zusätzlich vergütet.

 

 

 

Die Schneidetechnik der verschiedenen Messerbalkentypen (Fingerbalken, Doppelmessermähwerk,  Doppelpleuel-Mähwerk ) ist sehr kraft(stoff)sparend und insbesondere hinsichtlich größerer Insekten und Amphibien artenschonend, unterliegt aber einem hohen Verschleiß.
Im Gegensatz zu den Messerbalken ist die Rotationstechnik (Kreiselmähwerk, Tellermähwerk, Scheibenmähwerk) erwartungsarm, verursacht aber höhere Verluste bei Amphibien und Heuschrecken. Hauptbestandteile von Kreiselmähern sind die Mähtrommeln. Bei Rotation treten aus der Trommel drei bis vier Einzelmesserklingen aus. Beim Scheibenmähwerk befinden sich auf einem Trägerbalken rotierende ovale Mähscheiben, an denen jeweils zwei oder drei Einzelmesserklingen befestigt sind. Mit modernen Mähgeräten können enorme Flächenleistungen erzielt werden, sodass große Gebiete binnen kürzester Zeit abgemäht sind. In diesen Gebieten finden beispielsweise Amphibien nur schwer Unterschlupf.
Der Einsatz von Mähwerken mit Mähaufbereitern (Knicker) ist in der Landschaftspflege auf Grund der Verluste bei den Insekten nicht gewünscht.
Durch ungemähte Randstreifen (Rotationsbrachestreifen) kann ein Beitrag zur Erhaltung vieler Tierarten geleistet werden.

 

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