Ökologische Gewässerunterhaltung

 

In Auen und Moorgebieten spielen Entwässerungsgräben eine wichtige Rolle bei der Flächenbewirtschaftung. Gleichzeitig sind diese Gebiete unter anderem als Rückzugsraum für die Natur und den Artenschutz besonders wertvoll. Im Folgenden werden die gängigen Räummethoden und Empfehlungen zur Gewässerunterhaltung zusammengestellt.

 

 

Gewässer / Gräben mit ganzjährig strömendem Wasser

 

Charakteristik:

In der Regel Vorfluter, Bäche, Kleinst- oder Quellbäche, meist natürlich entstanden.

 

Hinweis zur Unterhaltung:

Die Grabenunterhaltung im Fließgewässer sollte sich auf die Entfernung punktueller Anlandungen und auf das Ausmähen von Wasserpflanzen beschränken - kein Eintiefen oder Verbreitern des ursprünglichen Profils. Zeitliche und räumliche Stafferung der Räumung in jährlichen Abständen immer nur kleine Abschnitte räumen. Das verträglichste Räumgerät ist der Grabenlöffel. Der beste Zeitpunkt für die Räumung ist der Spätsommer und der Herbst.

 

Auflandungsursachen verringern durch

  • Verringerung des Sedimenteintrags durch Ausweisen ausreichend breiter Uferstreifen im Gewässersystem
  • Anlegen von Sedimentfängen an den Zuflüssen
  • Beachtung von Düngeabständen zu den Gewässern

 

Pflegehinweise:

  • Graben-Fräsen verboten!
  • Entkrautung: halbseitig oder abschnittsweise ab Juli bis Mitte August
  • Sohlräumung: punktuell (Abschnitte mit max. 10 m Länge)
     

Meist ganzjährig wasserführende zeitweise aber stagnierende Gräben (Sammler)

 

Charakteristik:

Gewässer künstliche angelegt, selten trocken fallend, Wasserpflanzen sind typisch. In der Regel Sammler.

 

Hinweis zur Unterhaltung:

 

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