Exkursion zu den Wilden Weiden im Allgäu

47 Personen aus ganz Oberschwaben nahmen an der Führung durch die Riedlandschaften Oberschwabens teil und liesen sich begeistern.


Die Wiesen in den Mooren sind aufgrund Vernässungen immer schwieriger zu bewirtschaften. Dies hat unter anderem positive Auswirkungen für den Klimaschutz, denn dadurch werden jährlich tausende Tonnen klimaschädliches CO2 eingespart. Auch wirkt es sich positiv für Vögel, Libellen und Frösche aus. Jedoch machen die nassen Böden den Einsatz von Spezialgeräten wie Mähraupen oder neue Beweidungsmodelle mit beispielsweise Wasserbüffeln erforderlich.


Wasserbüffel sind in unseren Breiten keine „Exoten“. Sie waren schon in der Steinzeit in Deutschland heimisch. Die Tiere in den Feuchtgebieten Oberschwabens haben ihre Vorfahren in Rumänien. Diese „Karpatenbüffel“ sind sehr robust, widerstandsfähig und gutmütig. Sie können, besser als Rinder, rohfaserhaltiges Schilf und Sumpfpflanzen nutzen.

 

Auf der Exkursion, die an die Büffel-Weiden am Argensee, Rimpachmoos bei Isny führte, wurde rege diskutiert. Eldorados für Wiesenbrüter, wie Kiebitze, Bekassine und andere bedrohte Vogelarten konnten durch Wilde Weiden wieder zu neuem Leben erweckt werden.


Fazit des Ausflugs: Wilde Weiden leisten einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz. Denn die Kuhfladen eines einzigen Weiderinds ernähren viele Insekten und "produzieren" dadurch 150 kg Käfer, Schmetterlinge und andere Insekten, die wiederum 500 Vögeln oder Fledermäusen als Nahrung dienen. Und auch der Verbraucher kann seinen Beitrag für den Naturschutz leisten, wenn sein Rinderbraten von Wilden Weiden stammt.

 

Mit dem Versprechen, nächstes Jahr wieder eine Fahrt zu weiteren Wilden Weiden zu organisieren, wurde der Ausflug mit viel Applaus für die Referenten beendet.

 

 

Stand des LEVs im Grünen Pfad der Oberschwabenschau

 

Der LEV ist in diesem Jahr zeitweise mit einem Infostand auf der Oberschwabenschau im Grünen Pfad (Halle 9) vertreten. Passend zum diesjährigen Motto des Grünen Pfads „tierisch bunt“ haben wir eines der Mittelpunktschauquadrate gestaltet. Hier soll veranschaulicht werden, dass zum Erhalt unserer Kulturlandschaft eine Bewirtschaftung/ Pflege/ Beweidung notwendig ist. Erfolgt dies nicht verbuschen die Wiesen und seltene Arten gehen verloren.

Außerdem ist an der Mediensäule ein kleiner Film von uns zu sehen, der sich mit dem Thema „Was ist Landschaftspflege, welchen Nutzen hat sie für uns und welchen Beitrag leistet der LEV“ beschäftigt.

 

Wir sind wie folgt am Stand im Grünen Pfad zu finden und freuen uns auf Ihren Besuch:

 

Samstag, 14.10. vormittags
Sonntag, 15.10. vormittags und mittags
Dienstag, 17.10. vormittags und mittags
Donnertag, 19.10. vormittags und mittags

 

 

Neues Förderprogramm für landschaftsprägende Bäume

 

28.07.2017 – Im Landkreis Ravensburg prägen alte und mächtige Straßen- und Hofbäume die Landschaft. Für den Erhalt solcher Baumriesen hat der Landkreis mit Hilfe der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg nun ein neues Förderprogramm aufgelegt: Eigentümer der Bäume können ab sofort einen formlosen Antrag stellen auf finanzielle Unterstützung bei der Pflege, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.
 
Der Landkreis fördert Bäume mit einem Stammdurchmesser von über 80 Zentimetern entlang von Wegen und Straßen sowie Hofbäume. Der Zuschuss kann für Pflegemaßnahmen zur Erhaltung der Baumgesundheit und für die Beseitigung von Gefahren für den Verkehr gewährt werden. Er beträgt bis zu 100 Prozent der Pflegekosten, wenn die Arbeiten durch ausgewählte und vom Landratsamt beauftragte Baumpflegefirmen ausgeführt werden. Die Entsorgung des Schnittmaterials ist vom Antragsteller zu übernehmen. Das Landratsamt bewilligt den Zuschuss nach Bedeutung der landschaftsprägenden Bäume. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht. Baumeigentümer können sich an das Landratsamt wenden, Ansprechpartnerin Sonja Bednar, Telefon 0751/85-9623, sonja.bednar@landkreis-ravensburg.de.
Der Erhalt dieser Bäume sei dem Landkreis ein wichtiges Anliegen, heißt es aus der Kreisverwaltung. Es handele sich häufig um Linden, Eichen, Eschen oder Ahorne, die für ein ausgeglichenes Klima und für bessere Luft sorgten. Zudem seien die Bäume Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

 


 

Informationsveranstaltungen zum Wasserkreuzkraut stoßen auf großes Interesse

 

Im gesamten Alpenvorland wird in den letzten Jahren eine Zunahme des Wasser-Kreuzkrauts (WKK) beobachtet. Das gelb blühende WKK nimmt auch auf den feuchten Wiesen in Oberschwaben und im Allgäu zu. Aus diesem Anlass veranstaltete der LEV RV in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsamt RV, dem jeweiligen Flächenbewirtschaftern und den Ortsobmännern jeweils eine Infoveranstaltung in Isny und Rötenbach am 26.07. und 01.08.2017. Das Erkennen von Kreuzkräutern (und Verwechslungsmöglichkeiten zu anderen gelb blühenden Pflanzen), die Wuchsstrategie des WKK und Regulierungsmöglichkeiten wurden vorgestellt und diskutiert. Beide Veranstaltungen sind auf reges Interesse gestoßen und waren mit insgesamt etwa 70 Besuchern gut besucht.

 

Mehr Informationen zu den Inhalten der Veranstaltung finden Sie hier:

 

LEV RV Infoveranstaltung WKK.pdf
PDF-Dokument [42.3 KB]

Der Geschäftsbericht 2016 ist fertig

 

Im vergangenen Jahr 2016 konnten Landesmittel von etwa 1,2 Mio € im Bereich Landschaftspflege im Kreis Ravensburg umgesetzt werden. Etwa 750 Landwirte und 35 Unternehmer setzen diese Mittel in Zusammenarbeit mit dem LEV in einer Vielzahl von kleinen und größeren Maßnahmen im Vertragsnaturschutz und in der Erstpflege um. Der LEV stößt hierbei neue Maßnahmen an und übernimmt eine wichtige koordinierende und beratende Rolle.

 

Nachdem im ersten Geschäftsjahr vor allem der Aufbau des Vereins im Vordergrund stand, kümmerte sich die Geschäftsstelle 2016 hauptsächlich um das operative Geschäft. Dazu gehörte in erster Linie der Abschluss von LPR-Verträgen. Die Beratungen und Durchführung von Versuchen zur Bekämpfung von Wasserkreuzkraut und das Management zur Umsetzung des Projekts „Landschaftspflege und Integration – Springkrautprojekt“ bildeten einen weiteren Arbeitsschwerpunkt. Außerdem wurden vom LEV mehrere Veranstaltungen wie das „Dialogforum Landwirtschaft und Naturschutz“, der Landschaftspflegetag und eine Informationsveranstaltung zum Ökokonto durchgeführt.

 

Einen Eindruck über unsere Arbeit können Sie sich in unserem Geschäftsbericht machen, der hier zum download bereit steht.

 

 

Download

Geschäftsbericht LEV 2016.pdf
PDF-Dokument [9.1 MB]

Hier finden Sie uns

Landschaftserhaltungsverband Landkreis Ravensburg e.V.

Frauenstr.4

88212 Ravensburg

Tel.: 0751/85-9610

Fax.: 0751/85 77 9610

info@lev-ravensburg.de

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Landschaftserhaltungsverband Landkreis Ravensburg