Über 30 ha Blühstreifen im Rahmen des "Ackerblühstreifenprojekts" im Landkreis Ravensburg eingesät

 

Kräuterreiche Blühstreifen leisten einen Beitrag die Biodiversität in der Landschaft zu erhöhen und das Landschaftsbild aufzuwerten. Sie locken Insekten - und damit auch Vögel – an und die bunten Blumen am Wegesrand erfreuen auch Spaziergänger.

 

Der Landschaftserhaltungsverband (LEV) hat gemeinsam mit einer Schülergruppe des Agrarwissenschaftlichen Gymnasiums der Edith-Stein-Schule (RV) und dem Kreisbauernverband Allgäu-Oberschwaben ein Projekt ins Leben gerufen, um Landwirte bei der Schaffung dieser wertvollen Strukturen zu unterstützen.


Interessierte Landwirte wurden hinsichtlich der verschiedenen Fördermöglichkeiten und der praktischen Umsetzung beraten und konnten über den LEV vergünstigtes Saatgut beziehen. 32 landwirtschaftliche Betriebe aus 15 Gemeinden haben dieses Angebot genutzt und das Saatgut ausgebracht. Das verteilte Saatgut reicht aus, um etwa 34 ha Blühflächen einzusäen.Neben ökologischen Aspekten kann die Anlage von Blühstreifen auch zu einem positiven Image des landwirtschaftlichen Betriebes beitragen und ist je nach Variante auch förderfähig (FAKT, LPR).

 

Am 06.08 fand eine Abschlussveranstaltung statt, bei der sich die Projektpartner und Landwirte austauschten.

 

Mehr Informationen dazu finden Sie hier:

Blühstreifen

 

 

Exkursion zu den wilden Weiden im Donaumoos

am Samstag, den 14.07.2018 bieten das Naturschutzzentrum Wurzacher Ried, der Bund Naturschutz Oberschwaben (BNO), der LEV Ravensburg und die Unabhängige Liste Bad Schussenried eine geführte Busexkursion ins Donaumoos bei Leipheim an. Die gemeinsame Wanderung führt zu den wilden Weiden mit Wasserbüffeln und Co.

 

Abschluss des Modellprojekts "Schnittige Obstbäume"

 

Der Landschaftserhaltungsverband (LEV) Ravensburg hat in Zusammenarbeit mit dem Kreisobstbauberater das Modellprojekt „Schnittige Obstbäume – Schöner vom Oberland“ initiiert, mit dem Ziel, eine Erstpflege ausgewählter wichtiger Streuobstbestände anzustoßen und modellhaft zu erproben, wie eine langfristige Pflegekooperation zwischen Fachwarten und Eigentümern funktionieren kann.


Zum Ende der Modellphase wurden die Ergebnisse zusammengetragen und bei einer Abschlussveranstaltung, die am 03.Mai auf der Streuobstwiese in Baienfurt-Köpfingen stattfand, vorgestellt. Die Fachwarte, die als Praktiker eine entscheidende Rolle einnehmen, Bürgermeister Günter Binder, der Eigentümer, Vertreter des LEVs und des Bau- und Umweltamtes tauschten sich intensiv aus.

 

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier:

Streuobst

"Schnittige Obstbäume" - Modellprojekt zur Pflege von Streuobstwiesen startet

 

Am vergangenen Freitag, den 10.11.2017 fand die Auftaktveranstaltung des vom LEV und Kreisobstbauberater, Herr Mozer, initiierte Modellprojekts "Schnittige Obstbäume - Schöner vom Oberland" in Baienfurt-Köpfingen statt. Ziel des Projekts ist es eine Erstpflege ausgewählter wichtiger Streuobstbestände anzustoßen sowie Streuobstwiesenbesitzer und Fachwarte als wichtige Akteure zusammenzubringen.

 

Mehr Informationen zum Projekt erhalten Sie hier:

Streuobst

 

Exkursion zu den Wilden Weiden im Allgäu

 

47 Personen aus ganz Oberschwaben nahmen an der Führung durch die Riedlandschaften Oberschwabens teil und ließen sich begeistern.


Die Wiesen in den Mooren sind aufgrund Vernässungen immer schwieriger zu bewirtschaften. Dies hat unter anderem positive Auswirkungen für den Klimaschutz, denn dadurch werden jährlich tausende Tonnen klimaschädliches CO2 eingespart. Auch wirkt es sich positiv für Vögel, Libellen und Frösche aus. Jedoch machen die nassen Böden den Einsatz von Spezialgeräten wie Mähraupen oder neue Beweidungsmodelle mit beispielsweise Wasserbüffeln erforderlich.


Wasserbüffel sind in unseren Breiten keine „Exoten“. Sie waren schon in der Steinzeit in Deutschland heimisch. Die Tiere in den Feuchtgebieten Oberschwabens haben ihre Vorfahren in Rumänien. Diese „Karpatenbüffel“ sind sehr robust, widerstandsfähig und gutmütig. Sie können, besser als Rinder, rohfaserhaltiges Schilf und Sumpfpflanzen nutzen.

 

Auf der Exkursion, die an die Büffel-Weiden am Argensee, Rimpachmoos bei Isny führte, wurde rege diskutiert. Ehemalige Eldorados für Wiesenbrüter, wie Kiebitze, Bekassine und andere bedrohte Vogelarten konnten durch Wilde Weiden wieder zu neuem Leben erweckt werden.


Fazit des Ausflugs: Wilde Weiden leisten einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz. Denn die Kuhfladen eines einzigen Weiderinds ernähren viele Insekten und "produzieren" dadurch 150 kg Käfer, Schmetterlinge und andere Insekten, die wiederum 500 Vögeln oder Fledermäusen als Nahrung dienen. Und auch der Verbraucher kann seinen Beitrag für den Naturschutz leisten, wenn sein Rinderbraten von Wilden Weiden stammt.

 

Mit dem Versprechen, nächstes Jahr wieder eine Fahrt zu weiteren Wilden Weiden zu organisieren, wurde der Ausflug mit viel Applaus für die Referenten beendet.

 

Mehr Informationen zur Exkursion finden Sie hier:

 

Exkursion Wilde-Weiden.pdf
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Stand des LEVs im Grünen Pfad der Oberschwabenschau 2017

 

Der LEV ist in diesem Jahr zeitweise mit einem Infostand auf der Oberschwabenschau im Grünen Pfad (Halle 9) vertreten. Passend zum diesjährigen Motto des Grünen Pfads „tierisch bunt“ haben wir eines der Mittelpunktschauquadrate gestaltet. Hier soll veranschaulicht werden, dass zum Erhalt unserer Kulturlandschaft eine Bewirtschaftung/ Pflege/ Beweidung notwendig ist. Erfolgt dies nicht verbuschen die Wiesen und seltene Arten gehen verloren.

Außerdem ist an der Mediensäule ein kleiner Film von uns zu sehen, der sich mit dem Thema „Was ist Landschaftspflege, welchen Nutzen hat sie für uns und welchen Beitrag leistet der LEV“ beschäftigt.

 

Wir sind wie folgt am Stand im Grünen Pfad zu finden und freuen uns auf Ihren Besuch:

 

Samstag, 14.10. vormittags
Sonntag, 15.10. vormittags und mittags
Dienstag, 17.10. vormittags und mittags
Donnertag, 19.10. vormittags und mittags

 

 

Neues Förderprogramm für landschaftsprägende Bäume

 

28.07.2017 – Im Landkreis Ravensburg prägen alte und mächtige Straßen- und Hofbäume die Landschaft. Für den Erhalt solcher Baumriesen hat der Landkreis mit Hilfe der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg nun ein neues Förderprogramm aufgelegt: Eigentümer der Bäume können ab sofort einen formlosen Antrag stellen auf finanzielle Unterstützung bei der Pflege, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.
 
Der Landkreis fördert Bäume mit einem Stammdurchmesser von über 80 Zentimetern entlang von Wegen und Straßen sowie Hofbäume. Der Zuschuss kann für Pflegemaßnahmen zur Erhaltung der Baumgesundheit und für die Beseitigung von Gefahren für den Verkehr gewährt werden. Er beträgt bis zu 100 Prozent der Pflegekosten, wenn die Arbeiten durch ausgewählte und vom Landratsamt beauftragte Baumpflegefirmen ausgeführt werden. Die Entsorgung des Schnittmaterials ist vom Antragsteller zu übernehmen. Das Landratsamt bewilligt den Zuschuss nach Bedeutung der landschaftsprägenden Bäume. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht. Baumeigentümer können sich an das Landratsamt wenden, Ansprechpartnerin Sonja Bednar, Telefon 0751/85-9623, sonja.bednar@landkreis-ravensburg.de.
Der Erhalt dieser Bäume sei dem Landkreis ein wichtiges Anliegen, heißt es aus der Kreisverwaltung. Es handele sich häufig um Linden, Eichen, Eschen oder Ahorne, die für ein ausgeglichenes Klima und für bessere Luft sorgten. Zudem seien die Bäume Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

 


 

Informationsveranstaltungen zum Wasserkreuzkraut stoßen auf großes Interesse

 

Im gesamten Alpenvorland wird in den letzten Jahren eine Zunahme des Wasser-Kreuzkrauts (WKK) beobachtet. Das gelb blühende WKK nimmt auch auf den feuchten Wiesen in Oberschwaben und im Allgäu zu. Aus diesem Anlass veranstaltete der LEV RV in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsamt RV, dem jeweiligen Flächenbewirtschaftern und den Ortsobmännern jeweils eine Infoveranstaltung in Isny und Rötenbach am 26.07. und 01.08.2017. Das Erkennen von Kreuzkräutern (und Verwechslungsmöglichkeiten zu anderen gelb blühenden Pflanzen), die Wuchsstrategie des WKK und Regulierungsmöglichkeiten wurden vorgestellt und diskutiert. Beide Veranstaltungen sind auf reges Interesse gestoßen und waren mit insgesamt etwa 70 Besuchern gut besucht.

 

Mehr Informationen zu den Inhalten der Veranstaltung finden Sie hier:

 

LEV RV Infoveranstaltung WKK.pdf
PDF-Dokument [42.3 KB]

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